wirklichen, ernsthaften Blog. Bisher scheiterte ich bereits nach kurzer Zeit. Oft, weil ich nicht mehr wusste, was ich schreiben soll, weil mir die Lust vergangen ist oder einfach nur, weil es zu 'uninteressant' wurde, anderen Leuten etwas über mein Leben und meine Gedanken zu erzählen.
Aller Anfang ist schwer und ich hoffe, dass ich es diesmal weiter schaffe, als 2 Wochen irgendwelche sinnlosen Dinge zu bloggen. Ich denke zwar, dass ich nicht immer wirklich die Zeit dazu finden werde, irgendetwas zu bloggen, aber wenn sich die Zeit findet - wie etwa gerade jetzt - werde ich so richtig 'reinhauen'!
Warum ich hier schreibe, weiß ich eigentlich selber nicht so genau.. gerade noch habe ich mit meiner Freundin über das 'Selbstfinden' und über das Pilgern auf dem Jakobsweg geredet und nun, keine 5 Minuten später, schreibe ich ein Blog, welches für die ganze Welt zugänglich ist.. Ich denke, das ist eine gute Methode, seine Gedanken festzuhalten und auch mit anderen zu teilen. Ich bin sowieso ein Mensch, der anderen über sein Leben informiert und daran teilhaben lässt - auch, wenn es die Meisten wahrscheinlich gar nicht interessiert. Vielleicht aber gibt es den ein oder anderen, der gerne mein Leben & Gedanken verfolgt.
Als ich letzten Sommer in Holland das
Buch 'Ich bin dann mal Weg' von Hans-Peter Kerkeling (unser liebster Deutscher: Horst Schlämmer) gelesen habe, war mir irgendwo direkt klar, dass das ganze irgendwie interessant ist - auch für mich. Kerkeling hatte viele Einstellungen ähnlich mit mir - das erste, was mir da einfällt ist die Religion.. Wenn ich pilgern würde, würde ich es nicht wegen der Religion tun, sondern allein für mich. Um mich selbst zu finden, mir Gedanken zu machen und selbstständiger zu werden. Bisher war ich eigentlich immer derjenige, der nachgegeben hat, derjenige, der es nicht schafft, mit dem Rauchen aufzuhören (bis heute nicht..) - aber hiermit möchte ich mir persönlich mal etwas beweisen. Ich denke mal, die Meisten werden mich nicht verstehen können, warum ich mir über sowas Gedanken mache - warum auch? Wir leben, wir sind wir, wir sind Menschen und das ist gut so. Sehe ich nicht so. Warum soll das ganze gut so sein? Wahrscheinlich weiß niemand so genau, wer er selbst ist. Was man weiß, sind jediglich Fakten auf Papier. Ein gutes Beispiel - wie ich finde - sind hier die Noten: Mathematik: gut, Französisch: befriedigend. (gut: "Die Anforderungen werden in besonderem Maße erfüllt." befriedigend: "Die Anforderungen werden voll und ganz erfüllt") Nun gut, so steht das jetzt auf meinem Zeugnis, meinem Realschulabschluss, aber Französisch kann ich trotzdem nicht! Mathematik hingegen liegt mir gut und mein Berufswunsch geht ebenfalls in die mathematisch / physikalische Richtung - aber wer sagt mir nun, dass Mathematik nur um eine Notenstufe besser ist, als Französisch? Das ganze steht nur auf dem Papier und ich persönlich habe nichts davon, ausser, dass ich in naher Zukunft bei einem Bewerbungsgespräch meine "befriedigende Französischkentnisse" vorgaukeln muss. Naja, genug von Schule - kommen wir zurück zum eigentlichen Thema: Die Selbstfindung. Wer sagt mir nun, dass ich, David Peters, derjenige bin, der Französisch in "befriedigendem Maße" beherrscht? Das kann nur ich mir
sagen und genau das ist das Problem. Wenn ich nicht weiß, wer ich bin, kann ich mir, geschweige denn anderen sagen, dass ich Französisch sprechen kann? Letztendlich war das ein blödes Beispiel (wieder ein Schritt zur Selbstfindung... ? ;-) ).. was ich aber deutlich machen wollte ist, dass das, was auf dem Papier steht, was in unserem bürokratischen Staat soviel Wert ist, für einen selbst rein garnichts Wert ist.Und das ist das, was ich irgendwann mal finden möchte: mich selbst. Das, was ich kann. Denn im Moment weiß ich gar nicht, was ich kann, was ich erreicht habe oder was für Ziele ich habe. Momentan sehe ich mein Leben eher sinnlos als sinnvoll an.. ich weiß nichts mehr mit mir anzufangen, ich habe nichts mehr zu tun und weiß irgendwie gar nicht, was mir eigentlich Spaß bereitet.. Denn ein Leben, was aus Schule, faulenzen, schlafen gehen & erneut Schule besteht ist für mich persönlich nicht das Wahre.. Insofern weiß ich gar nicht, wer ich bin.. denn derzeit ist das Einzige, was ich mache, das oben genannte.. Schauen, was sich so ergibt..
Ich glaube das dürfte für den ersten Blogeintrag und auch als Einleitung erst einmal genügen.. ich denke, wenn ich mal wieder 'philosophisch-nachdenklich' angehaucht bin, oder wieder über meine Zukunft nachdenke, wird weiteres mit Sicherheit folgen.
Schönen Abend noch,
David

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