Donnerstag, 24. September 2009

von Rousseau zu Tarzan..

Was hat Tarzan mit Jean-Jacques Rousseau zu tun? Auf den ersten Blick nicht viel. Tarzan war der Kinderheld schlechthin. Er hatte die Macht, alles zu tun, was er will! Niemand hat ihn gehindert. Er lebte bei Affen im Wald und hatte keine Eltern seiner Rasse. So ist das ja alles eine schöne Geschichte, aber Tarzan hat sehr wohl was mit Pädagogik zu tun: diese Geschichte zielt voll und ganz auf Rousseau ab (natürlich schön, Comic-Märchen & kinderfreundlich umschrieben..). Rousseau war dafür, dass das Kind ("der Zögling") abgeschottet von allem groß werden muss, um seine freie Natur und Natürlichkeit zu entfalten. So ist laut Rousseau jegliche Einflussnahme von Aussen zu vermeiden (aus: Jean-Jacques Rousseau - Emile). Für Rousseau ist die Natur das einzig Wahre und richtige, alles andere, was erzieht, ist schlecht. So sieht er die Menschen, also die Gesellschaft und auch die Dinge als schlecht an. Sie verderben einen Menschen und seine Natürlichkeit..

Irgendwo hat Rousseau meiner Meinung nach Recht. Sind wir nicht alle irgendwie total beeinflusst von der Gesellschaft und den Dingen? Sie bestimmen unser Leben und unsere Erziehung. Der Freundeskreis ist meiner Meinung nach einer der wichtigsten Faktoren. Wenn man täglich mit Leuten zu tun hat, die nichts anderes im Kopf haben, als Drogen nehmen, scheiße bauen & zu saufen, wird man irgendwann automatisch mitgezogen und ehe man sich versieht, ist man selber Abhängig.. Obwohl die Eltern hier gar nichts falsch gemacht haben. Denn wer will sein 16 / 17 / 18 Jähriges Kind schon noch im Bereich der Freunde kontrollieren? Ein lieber Blick des Kindes nach dem Motto "och Mama, bitte!!" und schon ist alles in Butter! Schon darf man eine Stunde länger draussen bleiben, doch raus gehen (trotz Hausarrest) und sich mit seinen Leuten treffen. Vielleicht hat Rousseau garnicht mal so Unrecht: Ein Mensch, der in freier Natur lebt, entfaltet sich viel besser, als jemand, der täglich von Medien, Freunden und anderen Dingen beeinflusst wird. Natürlich wäre es sehr extrem, wenn man sein Kind im Wald aufzieht und ihm niemals Kontakt mit anderen Menschen gewährt - das wäre unmenschlich.. aber irgendwas muss ja an seinen Worten drann sein. Wieso sonst sollte man ihn bis heute noch in der Schule durchnehmen? ;-) also: back to nature!

Nunja, das ganze ist mir nur irgendwie eben in der Schule durch den Kopf gekommen und irgendwie musste ich das ja mal festhalten! Ich schau mal, wann mir wieder was einfällt...
Adios, muchachos!

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